Warum diese Fußballer die Banker des Sports sind

Wayne Rooney von Manchester United

1.500 Prozent Gehaltsplus in 20 Jahren – Fans bezahlen Rechnung

Die Gehälter der englischen Premiere League sind in den vergangenen 20 Jahren explodiert: Um 1.500 Prozent bekommen die Spieler heute mehr, während das englische Durchschnittsgehalt um bloß 186 Prozent gestiegen ist. Das zeigt der Think-Tank High Pay Centre in einer Studie. Die englischen Spitzenfußballer sind die „Banker des modernen Sports“ – und tragen entscheidend dazu bei, dass die meisten Klubs des Landes finanziell längst den festen Grund verloren haben, so die Experten.

Die reichsten Fussballer der Premier League

Die englische Sundy Times hat die reichsten Fußballer der Premier League ermittelt:

  1. Wayne Rooney – £51 million
  2. Rio Ferdinand – £42 million
  3. Michael Owen – £38 million
  4. Ryan Giggs – £34 million
  5. Frank Lampard – £34 million
  6. Steven Gerrard – £33 million
  7. Carlos Tevez – £18 million

Schulden-Europameister

„Mit dem Gehaltszuwachses der Spieler haben die englischen Klubs Schulden in einem Ausmaß aufgenommen, das in jedem anderen Wirtschaftsbereich unhaltbar wäre“, analysiert Studienautor Dave Boyle. Die Ausgaben für Spieler machen heute 70 Prozent aus, während es 1997 noch 48 Prozent waren. Die Folge: Über die Hälfte der englischen Ligenklubs waren in den vergangenen 20 Jahren insolvent, Englands Klubs bestreiten 56 Prozent aller Schulden der europäischen Spitzenfußball-Klubs.

Leidtragende der exzessiven Gehälter sind die Fans, stieg doch der Preis für das billigste Ticket bei Top-Spielen seit 1989 um über 1.000 Prozent: Für ein Liverpool-Spiel musste man zuvor ab vier Pfund berappen, heute sind es mindestens 45 Pfund, während Arsenal bei 51 statt zuvor fünf Pfund hält. Mitspielen dürfte hier allerdings auch der Kampf gegen die englische Hooligan-Szene: Seit die billigen Eintritte Vergangenheit sind, tritt sie eher in den unteren Ligen in Erscheinung.

Kurzsichtige Taktik

Kaum vergleichen lässt sich die Situation mit dem deutschen Fußball, der zumindest bei der Finanzierung in Europa eine Vorreiterrolle einnimmt, urteilt Michael Fiala vom Blog 90Minuten.at. „Die Regelung, dass Lizenzen für die Profiliga vom laufenden Budget abhängen, sorgt für gesunde Bilanzen. Allerdings kritisieren Klubs wie etwa Bayern München, dass der Wettbewerb verzerrt wird, da man bei den Gehältern nicht mit England oder Spanien mithalten kann“, so der Fußballexperte gegenüber Alphamann.

Kurzfristig geht die englische Taktik zwar auf, langfristig sieht Fiala darin jedoch wenig Zukunft. Der öffentliche Druck wächst, zudem will die UEFA die Teams mittels „Financial Fairplay“ zu ausgeglichenem Haushalten über mehrere Jahre verpflichten. Der Beginn der Regelung wurde von ursprünglich 2013/14 auf 2015 verschoben. „Sehr viel wird davon abhängen, wie strikt die Regelung durchgeführt wird“, so der Fußballexperte.

Neue Investoren

Als kurzsichtig erweist sich der alleinige Fokus auf die Spielergehälter auch deshalb, da die Infrastruktur des englischen Fußballs immer mehr ins Schleudern kommt. Während Deutschland 35.000 ausgebildete Trainer besitzt oder Italien 30.000, sind es in England, wo Qualifikation nicht zwingend vorgegeben ist, nicht einmal 3.000. „Ähnlich kann England abseits der Top-Ligen auch bei der Zuschauerstatistik kaum mithalten“, erklärt Fiala.

Auf den Wandel der Inhaber verweist David Conn im Guardian: Unterstützten Eigentümer und Aktionäre ihr Heimteam einst aus Ehr- Pflichtgefühl, sind heute elf der 20 Premier-League-Klubs in ausländischer Hand und in Steuerparadiesen registriert, wie etwa Manchester United auf den Kaiman-Inseln. Der Wallstreet-Börsegang des Traditionsklubs am 10. August 2012 war eine Schlappe.

 

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